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Kulturtreff Jetzt:
Eine Ausstellung im JETZT ab 15. August
Kosmosbändchen 1904 bis 1980
Eine repräsentative Auswahl von Titelbildern mit Kommentar vom Zeitgeist der Entstehungszeit
Mit Kopernikus, Gallilei und Kepler, spätestens aber mit Darwins „Entstehung der Arten“ (1859) waren die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Deutungsschemata der Welt und der menschlichen Existenz zusammengebrochen. Der deutsche und der französische Naturalismus versuchten eine neue, meist materialistisch geprägte Weltsicht auch breiten Schichten der Bevölkerung nahe zu bringen. In Deutschland waren dafür aber die Ausgangsbedingungen denkbar ungünstig, weil die Naturwissenschaften in den schulischen Lehrplänen nur eine Randexistenz fristeten.
Der Stuttgarter Franckh-Verlag, bis dato eher belletristisch geprägt, versuchte im Jahr 1904 genau in diese Lücke zu stoßen, indem er im Abonnementsystem seine Kosmosreihe vertrieb, welche die „Verbindung zwischen Natur- und Geisteswissenschaft“ herstellen sollte.
Vor allem für die Frühzeit ist es ihm gelungen, bedeutende Grenzgänger zwischen beiden Disziplinen zu gewinnen: Wilhelm Bölsche, Verfasser der „naturwissenschaftlichen Grundlagen der Poesie“ oder Max Wilhelm Meyer, Leiter der Berliner Urania.
Bis in die sechziger Jahre konnte Verlag diese Grundlinie beibehalten, so dass die Reihe auch ein Spiegel der geistigen Strömungen des zwanzigsten Jahrhunderts ist.
Führungen nach Absprache - 040/6314989

Hier gibt es das Plakat als pdf.
